HOUSTON — Der erneute Gewinn des WWE Championtitels von AJ Styles war eine buchstäbliche Cinderella Story. Doch bei der Survivor Series schlug die Uhr Mitternacht, denn der Gegner von Styles war die Bestie Brock Lesnar.

Der Erfolg von The Phenomenal One über Jinder Mahal als WWE Champion verschaffte ihm nicht nur ein Date mit der Bestie in Menschengestalt, er brachte Lesnar auch auf Kollisionskurs mit einem Gegner, dessen fast schon übernatürliche Fähigkeiten (vor allem Geschwindigkeit und Ausdauer) wie gemacht dafür schienen, das angebliche Defizit des Conquerors auszunutzen: Willenskraft, die laut Daniel Bryan leichter bricht, als Paul Heyman für gewöhnlich zugeben will.

Lesnar seinerseits schien diese Bewertung sehr persönlich zu nehmen und eröffnete das Match mit einer wilden und extrem harten Gangart. Er warf Styles durch den Ring, zeigte einen German Suplex, der AJ fast durch die Decke der Arena befördert hätte, und schließlich ein Running Knee gegen den in der Ringecke gefangenen Styles.

Was AJ aber zurück ins Match brachte, war seine Geschwindigkeit. Als Lesnar sichtlich übermütig wurde und anfing, sich wie der sichere Sieger zu fühlen, gelang es den WWE Champion, Fahrt aufzunehmen und vor allem, den ungezügelten Attacken seines Gegners auszuweichen. Nachdem er Lesnar ein paar Mal hat ins Leere laufen lassen, konzentrierte Styles seine Angriffe auf das linke Knie der Bestie. Mehr und mehr arbeitete er daran, Lesnar den Stand zu nehmen und durch blitzschnelle Attacken Zweifel in den Kopf des Conquerors zu pflanzen. Auch außerhalb des Ringes ging es rund. Styles bearbeitete Lesnar mit einer ganzen Reihe an Flying Forearms und zurück im Ring traf er den Universal Champion sogar mit dem 450 Splash. Zum Sieg reichte es aber noch nicht.

AJ Styles verpasst Brock Lesnar einen 450 Splash: Survivor Series 2017 (WWE Network Exclusive)

Universal Champion Brock Lesnar schlägt brutal zurück als WWE Champion AJ Styles einen 450 Splash austeilt.

Das Selbstvertrauen von Styles wuchs weiter und weiter. Vor allem, als es ihm gelang, den F-5 abzuwehren und selbst den Calf Crusher anzusetzen, mit dem er fast das Unmögliche schaffte und die Bestie an den Rand einer Aufgabe zwang. Erst ein massiver Angriff von Brock, bei dem er Styles an der Kehle packte und seinen Schädel wiederholt wie einen Basketball auf die Matte hämmerte, beendete das Leiden Lesnars. Doch der Schaden war angerichtet, wie sich zeigte, als es einen weiteren Versuch des F-5 gab. Das linke Knie Lesnars hielt dem Gewicht nicht lange genug stand und so konnte Styles ein weiteres Mal entkommen, um sofort einen Phenomenal Forearm zu zeigen.

Unglücklicherweise war dies nicht der sichere Sieg für den Phänomenalen, sondern sein Untergang. Beim zweiten Phenomenal Forearm reagierte Lesnar blitzschnell, fing den heranfliegenden WWE Champion auf seinen Schultern ab und brachte schließlich seinen matchentscheidenden F-5 durch.

Dieses Ergebnis hinterlässt natürlich einen sehr bitteren Nachgeschmack bei AJ Styles und einen ebenso süßen bei Jinder Mahal, der sich bereits auf das Titel-Rückmatch freuen dürfte. Doch wenn man den Zustand, in dem sich Brock Lesnar nach dem Match befand – schmerzverzerrtes Gesicht, offensichtlich mit schwer angeschlagenem Knie in die Umkleide humpelnd und seinen Gegner mit fast schon anerkennendem Blick bedenkend – als Indikator nimmt, dann kann man sagen, dass dieses Match weit mehr von einer „Rocky“-Story hatte, als Paul Heyman gedacht hätte.

HOUSTON — Der erneute Gewinn des WWE Championtitels von AJ Styles war eine buchstäbliche Cinderella Story. Doch bei der Survivor Series schlug die Uhr Mitternacht, denn der Gegner von Styles war die Bestie Brock Lesnar.

Der Erfolg von The Phenomenal One über Jinder Mahal als WWE Champion verschaffte ihm nicht nur ein Date mit der Bestie in Menschengestalt, er brachte Lesnar auch auf Kollisionskurs mit einem Gegner, dessen fast schon übernatürliche Fähigkeiten (vor allem Geschwindigkeit und Ausdauer) wie gemacht dafür schienen, das angebliche Defizit des Conquerors auszunutzen: Willenskraft, die laut Daniel Bryan leichter bricht, als Paul Heyman für gewöhnlich zugeben will.

Lesnar seinerseits schien diese Bewertung sehr persönlich zu nehmen und eröffnete das Match mit einer wilden und extrem harten Gangart. Er warf Styles durch den Ring, zeigte einen German Suplex, der AJ fast durch die Decke der Arena befördert hätte, und schließlich ein Running Knee gegen den in der Ringecke gefangenen Styles.

Was AJ aber zurück ins Match brachte, war seine Geschwindigkeit. Als Lesnar sichtlich übermütig wurde und anfing, sich wie der sichere Sieger zu fühlen, gelang es den WWE Champion, Fahrt aufzunehmen und vor allem, den ungezügelten Attacken seines Gegners auszuweichen. Nachdem er Lesnar ein paar Mal hat ins Leere laufen lassen, konzentrierte Styles seine Angriffe auf das linke Knie der Bestie. Mehr und mehr arbeitete er daran, Lesnar den Stand zu nehmen und durch blitzschnelle Attacken Zweifel in den Kopf des Conquerors zu pflanzen. Auch außerhalb des Ringes ging es rund. Styles bearbeitete Lesnar mit einer ganzen Reihe an Flying Forearms und zurück im Ring traf er den Universal Champion sogar mit dem 450 Splash. Zum Sieg reichte es aber noch nicht.

AJ Styles verpasst Brock Lesnar einen 450 Splash: Survivor Series 2017 (WWE Network Exclusive)

Universal Champion Brock Lesnar schlägt brutal zurück als WWE Champion AJ Styles einen 450 Splash austeilt.

Das Selbstvertrauen von Styles wuchs weiter und weiter. Vor allem, als es ihm gelang, den F-5 abzuwehren und selbst den Calf Crusher anzusetzen, mit dem er fast das Unmögliche schaffte und die Bestie an den Rand einer Aufgabe zwang. Erst ein massiver Angriff von Brock, bei dem er Styles an der Kehle packte und seinen Schädel wiederholt wie einen Basketball auf die Matte hämmerte, beendete das Leiden Lesnars. Doch der Schaden war angerichtet, wie sich zeigte, als es einen weiteren Versuch des F-5 gab. Das linke Knie Lesnars hielt dem Gewicht nicht lange genug stand und so konnte Styles ein weiteres Mal entkommen, um sofort einen Phenomenal Forearm zu zeigen.

Unglücklicherweise war dies nicht der sichere Sieg für den Phänomenalen, sondern sein Untergang. Beim zweiten Phenomenal Forearm reagierte Lesnar blitzschnell, fing den heranfliegenden WWE Champion auf seinen Schultern ab und brachte schließlich seinen matchentscheidenden F-5 durch.

Dieses Ergebnis hinterlässt natürlich einen sehr bitteren Nachgeschmack bei AJ Styles und einen ebenso süßen bei Jinder Mahal, der sich bereits auf das Titel-Rückmatch freuen dürfte. Doch wenn man den Zustand, in dem sich Brock Lesnar nach dem Match befand – schmerzverzerrtes Gesicht, offensichtlich mit schwer angeschlagenem Knie in die Umkleide humpelnd und seinen Gegner mit fast schon anerkennendem Blick bedenkend – als Indikator nimmt, dann kann man sagen, dass dieses Match weit mehr von einer „Rocky“-Story hatte, als Paul Heyman gedacht hätte.