Die 15 bedeutendsten Familien in der Geschichte der WWE

Die 15 bedeutendsten Familien in der Geschichte der WWE

Klar, Sport-Entertainment ist sicher nicht das Erste, das einem zu „Familienbetrieb“ einfällt. Tatsache ist aber, dass Wrestler die Geheimnisse von Griff- und Wurftechniken schon seit den 1930ern an ihren Nachwuchs weitergeben. Damals schlug eine Bande von Schreckensbrüdern, die als Dirty Duseks bekannt war, in Nebraska Krach. Seither wurde den Söhnen und Töchtern von Sport-Entertainment-Größen die Leidenschaft für den Ring auf ähnliche Weise vererbt, wie viele von uns Kurzsichtigkeit oder Haarausfall vom männlichen Typ erben.

Hier kämpfen Väter und Söhne Seite an Seite

Unter Beachtung von Talenten der zweiten und dritten Generation hat WWE Classics sich aufgemacht, eine Hitliste der 15 bedeutendsten Familien in der Geschichte der WWE aufzustellen, denn im Sports-Entertainment zählt die Familie. 

15

Die DiBiases

Bevor er zum Million Dollar Man wurde, war Ted DiBiase als Sohn von „Iron“ Mike DiBiase wohlbekannt – einem hartgesottenen Wrestler, der einst fast zwei Stunden lang mit Dory Funk, Sr. kämpfte und sich in einer seltenen Boxer-gegen-Wrestler-Runde mit Boxlegende Archie Moore prügelte. Als der Superstar der zweiten Generation dann selbst den Ring betrat, machte er seinem seligen Vater Ehre, indem er einer der Hauptakteure beim Aufstieg der WWE zu internationaler Bekanntheit Ende der 1980er und Anfang der 1990er wurde. Dem mittlerweile in die WWE Ruhmeshalle aufgestiegenen Million Dollar Man bot sich schließlich eine Möglichkeit, die „Iron“ Mike nie hatte – dem eigenen Sohn im Ring zuzusehen: „Fortunate Son“ Ted führte den Namen DiBiase im WWE weiter.  – RYAN MURPHY

14

Die Colons

In der heiß umkämpften Wrestling-Szene Puerto Ricos gibt es nur eine Familie, die zählt – die Colons. Der Patriarch, Carlos Colon, wird in seiner Heimat als Ikone verehrt. Er konnte stets auf die Unterstützung seiner Landsmänner zählen, die ihn im Verlauf seiner langen Karriere bei Gegnern wie Bruiser Brody und Abdullah the Butcher in knallharten Matches zum Sieg begleiteten.

In seine Fußstapfen traten Carlito und Primo, die nach Matches in Puerto Rico ihr Talent in die WWE überführten, wo sie die Tag-Titel eroberten. Darüber hinaus kann diese Familie ein talentiertes junges Mitglied vorweisen, dessen Onkel Carlos Colon ist. Unter dem Namen Epico trat er als Teil eines Duos mit seinem Cousin Primo hervor. — HOWARD FINKEL

13

Die Poffos

Als Wrestling-Familie, die keiner Vorstellung bedarf, haben die Poffos Downers Grove Illinois bekannt gemacht. Seit über vier Jahrzehnten unterhält Patriarch Angelo Poffo das Publikum mit seinem schurkischen Stil im Ring. Und seine zwei Söhne haben es ihm gleichgetan, nachdem sie vom Vater angesteckt wurden. Lanny, der jüngere der beiden, fesselte das Publikum mehr als zwanzig Jahre lang unter dem Namen „Leaping“ Lanny sowie in seiner bekanntesten Rolle, The Genius. 

Dann war da noch Randy Poffo, der 1973 im Wrestling durchstartete. Nachdem seine Baseballkarriere im Sande verlaufen war, schuf der geborene Sportler die charismatische Rolle des Randy „Macho Man“ Savage und wurde damit zu einem der erfolgreichsten Performer in der Geschichte des Wrestlings. Macho Man hatte seine beste Zeit im WWE-Ring zwischen 1985 und 1994, bei der WCW bis 2000. Er war zweimaliger WWE-Champion und viermaliger WCW-Champion. — H.F.

12

Die Windhams

Aus dem Bundesstaat Texas stammt eine Familie, die nie von einer Auseinandersetzung zurücktrat. Ihr Patriarch ist Bob Windham, ein gefürchteter Wrestler aus der Stadt Eagle Pass, der unter dem Namen Blackjack Mulligan antrat. Mulligan war ein rauer Athlet, dessen großer Erfolg sich über eine Karriere erstreckte, die von den späten 1960ern bis Mitte der 1980er andauerte und ihm 2006 den Aufstieg in die WWE Ruhmeshalle einbrachte.

Barry Windham, der wie sein Vater, Mitglied der WWE Ruhmeshalle ist, war sehr vielseitig. Er konnte draufhauen, er konnte ein technisches Match liefern und er passte sich blitzartig an den Stil seines Gegners an. Barry war außerdem Mitglied der Four Horsemen und ist ehemaliger NWA-Welt-Champion. Sein jüngerer Bruder Kendall stand von Mitte der 1980er bis Ende der 1990er ebenfalls im Ring. — H.F.

11

Die Vachons

Eine Wrestling-Familie, mit der sich niemand anlegen wollte, waren die Vachons. Die Unvorhersagbarkeit ihrer Oberhäupter, der Brüder „Mad Dog“ Maurice und „Butcher“ Paul, war branchenweit bekannt. Vier Jahrzehnte lang sorgten die Vachon-Brüder überall für Chaos und Verwüstung Maurice wurde 2010 in die WWE Ruhmeshalle aufgenommen.

Aber die Familie Vachon hatte auch zwei weibliche Mitglieder. Vivian Vachon war die Schwester von Maurice und Paul. Sie war vor allem in den 1970ern eine erfolgreiche Wettstreiterin. Und natürlich war da Pauls Tochter Luna, deren unvergessliche Looks und Flatterhaftigkeit sie zu einer der erfolgreichsten Frauen im WWE-Ring der 1990er machten. — H.F.

10

Die Hennigs

Curt Hennig, Larry Hennig & The Crusher vs. The Road Warriors & Paul Ellering: 13. Januar 1985

Die Henning Familie schließt sich mit The Crusher zusammen, um gegen die legendären Road Warriors anzutreten.

Nein, dieser Familienname ist nicht „Perfect“, aber er hätte es sein können. Die Wrestling-Linie der Familie Hennig, die WWE-Fans am besten dank „Mr. Perfect“ Curt Hennig bekannt ist, beginnt mit Larry „The Axe“ Hennig. The Axe, ein ruppiges, muskulöses Raubein, das in Verne Gagnes American Wrestling Association den meisten Ruhm einheimste, war so zäh, dass er nicht ins Krankenhaus wollte, als ihm während eines Matches das Knie nach hinten gebogen wurde.

Larrys Sohn Curt gehörte zu den seltenen Talenten, die geborene Sport-Entertainer sind. Der mit 1,90 Metern Größe und rund 120 Kilo Gewicht für den Ring geschaffene Hennig war ein vollkommener Techniker, was er in Klassikern gegen Bret „Hit Man“ Hart unter Beweis stellte. Heute wird das Hennig-Familienerbe vom selbstbewussten Curtis Axel fortgesetzt – einem Superstar, der die Hartnäckigkeit seines Großvaters und den Schliff seines Vaters übernommen hat, um zu einem der vielversprechendsten jungen Talente in der WWE zu werden. — R.M.

9

Die Briscos

Brisco Brothers vs. Adrian Adonis and Dick Murdoch: World Tag Team Championship Match - December 28, 1984

Pandemonium breaks loose during a match for the World Tag Team Championship between the Brisco Brothers and champions Adrian Adonis and Dick Murdoch at Madison Square Garden on December 28, 1984.

Fragt man einen Wrestling-Fan der alten Schule nach Jack Brisco, wird er sagen, dass es kaum Bessere gab. Brisco, ein schnittig-gutaussehender Chickasaw-Indianer aus Blackwell, Oklahoma, wurde der erste amerikanische Ureinwohner, der einen NCAA-Wrestling-Titel in seinem dritten Jahr an der University of Oklahoma gewann. Als er ins professionelle Wrestling wechselte, schlug er Harley Race im Kampf um den begehrten NWA-Titel und bildete anschließend mit seinem Bruder Gerald ein gefeiertes Tag-Team. Gerald, der heutigen Sport-Entertainment-Fans vor allem als einer von Mr. McMahons „Attitude Era“-Handlangern bekannt ist, gleichte seinem meisterhaften Bruder aufs Haar und die beiden sammelten im ganzen Land Tag-Titel. — R.M.

8

Die Guerreros

Gory Guerrero war im Mexiko der 1950er und 1960er ein derart verachteter Schurke, dass er sich an die wütenden Wrestling-Fans, die ihn auf der Straße erdolchen wollten, gewöhnte. Seine Jungs wurden etwas besser empfangen. Hector, Mando und Chavo Guerrero, Gorys drei älteste Söhne, waren in Teilen der USA und Mexico während der 1970er und 1980er ein bekanntes Trio. Doch es war der jüngste Sohn, Eddie, der die größte Bedeutung erlangen sollte.

Als internationaler Cruisergewicht-Star wurde Guerrero der erste mexikanischstämmige Amerikaner, der den begehrten WWE-Titel gewann, als er 2004 Brock Lesnar besiegte. Eddies Neffe Chavo wurde ebenfalls im Ring erfolgreich, genau wie seine Frau Vickie, die sich quasi über Nacht vom schüchternen Häschen in die meistbeschimpfte Galionsfigur des Sports-Entertainments verwandelte. Gory wäre stolz gewesen.  — R.M.

7

Die Funks

Auf der Double Cross Ranch in Amarillo, Texas, wo Familie Funk zuhause ist, muss irgendwas im Wasser sein. Dory Funk, Sr. stieg vor allem im Südwesten der USA in den Ring, bevor er in Amarillo eine Promotion gründete, die seinen Söhnen Dory, Jr. und Terry zu ihren ersten Erfahrungen verhalf. Als sich die Brüder aus der texanischen Prärie in den Ring wagten, kehrten sie unter internationalem Beifall wieder nach Hause zurück.

Dory Funk, Jr. besiegte 1963 bei der NWA-Weltmeisterschaft Gene Kiniski und verteidigte den Titel über vier Jahre. Terry errang denselben Titel 1975 und hielt ihn über ein Jahr. Die Brüder taten sich später im WWE zusammen und traten bei WrestleMania 2 auf.

Terry, den seine Kollegen als „mittleren Alters und verrückt“ befanden, erlebte in den späten 1980ern eine Karriere-Renaissance. Sein „I quit“-Match gegen Ric Flair von Clash of the Champions IX wird als klassisches Match gepriesen und sein Barbed-Wire-Match muss man gesehen haben, um es zu glauben.

Blut, Schweiß und Tränen der Familie Funk erlebten 2009 die ultimative Würdigung, als Terry und Dory Jr. in die WWE Ruhmeshalle aufgenommen wurden. — BOBBY MELOK

6

Die Ortons

Eine der fintenreichsten, aber auch wildesten Familien sind die Ortons. Die drei Generationen umfassende Linie begann mit Bob Orton, Sr., der sich in den 1960ern und 1970ern einen Namen machte. Er war einer der Ersten, der den Piledriver in sein Technik-Repertoire aufgenommen hat. Sein Sohn Cowboy Bob Orton enterte die Szene Anfang der 1970er und trat in verschiedenen Wrestling-Organisationen an, bis er 1984 sein Ticket für die WWE erhielt.

Eine der größten Errungenschaften des Cowboys war seine Beteiligung am Hauptevent der ersten WrestleMania 1985. Er wurde 2005 in die WWE Ruhmeshalle aufgenommen. Die Geschichte der Ortons geht mit Randy Orton weiter. Der als „Apex Predator“ bekannte, mehrfache WWE-Champion und Welt-Schwergewichts-Champion hat eine WWE-Karriere hingelegt, die zum Ruf der Orton-Familie als einer der anerkanntesten Gruppierungen im Sport-Entertainment beigetragen hat. — H.F.

5

Die Von Erichs

Es steckt etwas wunderbar Amerikanisches im Familiennamen der Von Erichs. Der Nachname, den ein texanischer Wrestler namens Jack Adkisson in den 1950ern angenommen hatte, um die Nachkriegszeit-Gemüter zu erzürnen, sollte ebendiese Fans schon bald begeistern, als er an Jacks gutaussehende Söhne weitergegeben wurde.

Die Stars der in Dallas ansässigen Promotion World Class Championship Wrestling, Kevin, Kerry, David, Mike und Chris Von Erich waren typisch amerikanische Jungs, die den texanischen Stolz verkörperten. Die Von-Erich-Jungs, im Lone Star State beliebt für ihre unvergessliche Rivalität mit den hinterhältigen Freebirds, sind heute für das tragische Ende bekannt, das vier von ihnen fanden, doch bleiben ihre Lebzeiten in bester Erinnerung — wild, unbeschwert und unverkennbar texanisch. — R.M.

4

Die Rhodes

„The American Dream“ Dusty Rhodes, der dafür bekannt war, in legendären Matches wie gegen Ric Flair, Harley Race und „Superstar“ Billy Graham „funky like a monkey“ zu werden, hat eine Wrestling-Dynastie ins Leben gerufen, die seine bescheidenen Anfänge als Sohn eines Klempners Lügen straft. In seiner vier Jahrzehnte währenden Karriere errang das Mitglied der WWE Ruhmeshalle von 2007 illustre Titel wie den NWA-Welt-Schwergewichts-Titel und den vielgerühmten United-States-Titel. Noch beeindruckender als Rhodes' Leistung im Ring war jedoch seine Fähigkeit, die Fans im ganzen Land für sich einzunehmen, und das ganz ohne gemeißelte Statur und Filmstar-Aussehen, wie viele seiner Zeitgenossen sie besaßen.

Der charismatische Superstar zeugte zwei Söhne, die sein erfolgreiches Erbe weiterführen sollten: den geheimnisvollen Goldust und den talentierten Cody Rhodes. Die Halbbrüder wurden jeweils in der WWE-Tag-Team-Division erfolgreich und gewannen insgesamt fünf Intercontinental-Titel. Cody hatte seinen ersten Intercontinental-Titel sogar über 200 Tage inne – einer der längsten Zeiträume überhaupt.  — JAMES WORTMAN

3

Die Anoaʻi / Maivias

Auf Samoa ist jeder ein „Uso“, also ein Bruder oder eine Schwester, deshalb könnte es bei der Abstammung der Familien Anoa’i und Maivia etwas chaotisch werden. Angefangen mit dem Mitglied der WWE Ruhmeshalle „High Chief“ Peter Maivia und seiner Frau Lia, verzweigt sich der Stammbaum bis hin zu Ringgrößen wie „Soulman“ Rocky Johnson und den WWE-Tag-Team-Legenden The Wild Samoans, Yokozuna, The Usos und Roman Reigns.

Doch von allen World-Tag-Team-Champions und WWE Hall of Famers, die diese Familie hervorgebracht hat, wurde kein Superstar so verehrt wie Dwayne „The Rock“ Johnson. Der erste Wettstreiter der dritten Generation, der seinem Vater und Großvater mit seinem ersten WWE-Ringnamen Rocky Maivia die Ehre erwies, vereinte die Power der Familie Anoa’i mit der Arroganz der Maivias, um zum charismatischsten Superstar aller Zeiten zu werden. — R.M.

2

Die Harts

Das Vermächtnis der Harts begann mit der Gründung von Stampede Wrestling durch Stu Hart im Jahre 1948 in Calgary, setzte sich fort mit Stus Sohn Bret „Hit Man“ Hart, der zu einem der beliebtesten WWE-Champions aller Zeiten wurde, und besteht mit Brets Nichte Natalya weiter, die ihren Claim bei den Diven absteckt.

Die Hart Foundation feierte ihr WWE-Debüt in den 1980ern, als Bret und sein Schwager Jim „The Anvil“ Neidhart, Natalyas Vater im Wettstreit mit Davey Boy Smith und The Dynamite Kid lagen, die später durch Heirat zu Familienmitgliedern wurden. Bei der Survivor Series 1993 siegten Bret und seine Brüder Owen, Keith und Bruce im Team und später bezwang Owen Bret beim Hauptevent der WrestleMania X. 1997 wurde die Hart Foundation dank Bret, Owen, Neidhart und Davey Boy zu neuem Leben erweckt.

Zwölf Jahre später tauchte die Familie als The Hart Dynasty erneut im WWE auf, einschließlich Natalya und Davey Boys Sohn, David Hart Smith. Heute setzt Natalya das geschichtsträchtige Vermächtnis der Harts im WWE fort. — ZACH LINDER

1

Die McMahons

Der Name McMahon war lange Zeit gleichbedeutend mit Sport-Entertainment, aber nur wenige wissen, dass die Familie bereits vor der Erfindung des ersten TV-Events im professionellen Wrestling mitmischte. In den 1920ern begann Jess McMahon, während des frühen Booms der Branche im Raum New York City Matches zu promoten. Als er 1954 starb, übernahm sein Sohn Vincent das Geschäft und wurde einer der Promoter, die man am meisten respektierte und bewunderte.

Der Madison Square Garden war das Zuhause von Jess und Vince, aber dieser regionale Stützpunkt wurde in den 1980ern ausgebaut, als Mr. McMahon das, was später zur WWE werden sollte, von einer östlichen Attraktion zu einem internationalen Kraftzentrum machte. Er war nicht nur der bedeutendste Promoter im Sport-Entertainment, sondern auch einer der größten Stars der Branche, und er bescherte als Drahtzieher der WrestleMania-Matches mit „Stone Cold“ Steve Austin seinem Unternehmen Rekord-Einschaltquoten und -Ticketverkäufe. Auch seine Kinder packten mit an, denn sowohl Shane als auch Stephanie McMahon waren wichtige Akteure im Ring und in  der Unternehmenszentrale. Durch Stephanies Hochzeit mit Triple H 2003 beinhaltete die Abstammungslinie schließlich neben den größten Köpfen des Sport-Entertainments auch eine der größten Legenden des Rings. — R.M.

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